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Das Anton Afritsch Kinderdorf am Steinberg ist aus dem einstigen Steinbergschlössl hervorgegangen. Dieses Schlössl erwarb 1898 Adolf Franz Maurer von Kronegg. Nach dessen Tod wurde die Liegenschaft von seinen Nachkommen verkauft und gelangte schließlich am 4. März 1919 an den Arbeiterverein „Kinderfreunde Österreichs Gau Graz."

Das erworbene Steinbergschlössl wurde vom Grazer Journalisten und späteren Stadtrat Anton Afritsch, welcher auch Gründer der Kinderfreundebewegung war, adaptiert.

Das Schlössl kannte er bereits gut von seinen sonntäglichen Wanderungen mit Arbeiterkindern („den Bloßfüßigen"). Man war über den Gaisberg Richtung Steinberg unterwegs, es wurde gesungen, gespielt und am Nachmittag war auf der „Freilichtbühne" unter dem Schloss Kasperltheater angesagt. So bereitete Anton Afritsch den Kindern wohl unvergessliche Stunden. Mit viel Idealismus und freiwilligen Helfern, vornehmlich arbeitslosen Pucharbeitern, wurde der einst gräfliche Besitz zu einem Refugium für Kinder umgebaut.

Im Gefolge der politischen Auseinandersetzung des Jahres 1934 wurde das Kinderheim am Steinberg aufgelöst, die damaligen Besitzer enteignet und schließlich an einen Molkereibesitzer aus Graz verkauft, der übrigens kurz nach Kriegsende im Schloss von Soldaten der Sowjetarmee erschossen wurde.

Nach der Rückerstattung durch die Republik Österreich begann 1948 wieder der Heimbetrieb. 1945 hatte Prof. Karl Birzele ein Konzept, am Steinberg ein Kinderdorf zu errichten, doch ohne Trinkwasser war diese Idee noch nicht zu verwirklichen. Nachdem eine Wassergenossenschaft gegründet und eine Wasserleitung unter großen Schwierigkeiten gebaut wurde, legten 1956 die steirischen Kinderfreunde auf Anregung ihres Obmanns, Univ. Prof. Karl Birzele, einen Antrag zur Errichtung eines Kinderdorfes vor. Der Grundstein für den Bau war gelegt und so wurde rund um das Steinbergschlössl ein ganzes Kinderdorf gebaut, das 1958 eröffnet wurde. Prof. Karl Birzele wurde auch der erste Präsident der Gesellschaft österreichischer Kinderdörfer, welche 1959 gegründet wurde.

Am Steinberg war somit das erste Kinderdorf Österreichs für Begabtenförderung entstanden. Es sollte Kindern, die auf Grund ihrer geografischen Herkunft, ihrer familiären Verhältnisse und der fehlenden finanziellen Ressourcen ihrer Eltern keine Möglichkeit zum Besuch einer höheren Schule und in weiterer Folge zum Besuch einer Universität hatten, geholfen werden.

Leiterin des Kinderdorfes war Anni Birzele („Tante Anni"), die über drei Jahrzehnte hinweg die pädagogischen Ideen ihres Mannes in die Praxis umsetzte. Während sie das Kinderdorf leitete, absolvierte sie das Lehrerstudium. Soziales Lernen, aktive Demokratie, Selbstverantwortung und Begabtenförderung (mit Ziel Matura und Hochschulabschluss) waren die Grundbausteine des Kinderdorflebens. Bis zu 80 Kinder wohnten damals auf dem Steinberg, über die Aufnahme entschieden psychologische Eignungstests. Betreut wurde in Kleingruppen mit 16 Kindern pro Haus, was in der damaligen Zeit der Großheime eine revolutionäre Idee war.

Das Kinderdorf wurde im Laufe der Zeit aber auch zunehmend Zufluchtsstätte für Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Kinder in Krisensituationen. Nicht nur die Begabtenförderung stand im Vordergrund, sondern auch Persönlichkeitsentwicklung, Soziales Lernen und positiver Schulabschluss wurden Erziehungsschwerpunkte.

1970 wurde ein Kinderhaus für jüngere Kinder aus dem Kinderdorf zu einem Kindergarten umfunktioniert. Zu jener Zeit war dies der einzige Kindergarten in dieser Gegend.

Im Juli 1975 wurde der Kindergarten öffentlich und somit auch für Kinder aus den umliegenden Gemeinden St. Oswald, St. Bartholomä, Rohrbach-Steinberg und Thal zugänglich. Finanziell wurde und wird die Einrichtung, neben der Landesförderung, nur von der Gemeinde Rohrbach-Steinberg unterstützt.

Die Johannes-Kepler Volkssternwarte wurde 1981 auf dem Gelände des Anton Afritsch Kinderdorfs gebaut.

Die achtziger Jahre brachten eine grundsätzliche Wende mit tief greifenden Veränderungen. Schwierigkeiten politischer, wirtschaftlicher aber auch pädagogischer Natur erschwerten die Arbeit auf allen Gebieten zusehends. Anni Birzele und Prof. Karl Birzele zogen sich 1989 aus dem Bereich der Kinderdorfleitung zurück und übergaben diese an Gitta und Siegfried Winkler.

Im Jahr 2002 entschloss sich die damalige Kinderdorfleitung - Herr DSA Peter Sponer und Frau Gabriele Gynes - zu einem Um- bzw. Ausbau des Kindergartens, welcher auch 2003 fertig gestellt wurde. Die Kinder konnten sich nun über eine erweiterte Spielfläche erfreuen, und ihrer Fantasie in einem Atelier freien Lauf lassen. Diese Veränderung trug sehr zu einer besseren Spielqualität im Kindergarten bei.

Im August 2005 hat Mag. Uli Reimerth die Leitung übernommen.

Das Anton Afritsch Kinderdorf (Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer) arbeitet eng mit der Dachorganisation Gesellschaft Österreichischer Kinderdörfer zusammen.

Licht ins Dunkel ist seit Jahren ein wichtiger Partner für das Anton-Afritsch-Kinderdorf. Durch diese Spenden können besondere Projektangebote für die Kinder und Jugendlichen gestartet und notwendige bauliche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

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[Träger]

Die Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer - Verein zur Förderung und Führung von Jugendwohlfahrts-, Kinderbetreuungs- und Bildungseinrichtungen wurde am 19.5.1960 gegründet.

Das Engagement für unsere sozialen Anliegen erfordert kontinuierliches Qualitätsmanagement. Ein wichtiger Aspekt in dem Zusammenhang ist in der Überleitung der Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer in eine angemessene Rechtsform gegeben. Damit wollen wir die Professionalität und Transparenz unserer Dienstleistungen weiter optimieren.

 Am 25. Juli 2013 wurde die gesellschaftsrechtlichen Struktur der Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer geändert. Der gesamte Betrieb des Vereins wurde in eine neu gegründete gemeinnützige GmbH eingebracht. Die GmbH als Rechtsnachfolger hat die gleiche gemeinnützige Zielsetzung wie der Verein:

 

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[MitarbeiterInnen]

 

Geschäftsführung

Office

Kinder- und Jugendhilfe

Kindergarten

Wirtschaft

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[Zivildienst]

Seit Juni 2010 ist das Anton-Afritsch-Kinderdorf als Zivildiensteinrichtung anerkannt. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bei uns.

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[Praktika]

Das Kinderdorf stellt sich gerne und verantwortungsvoll als Praktikumsstelle für verschiedene Ausbildungseinrichtungen - auch für das psychotherapeutische Propädeutikum  - zur Verfügung und ermöglicht so Einblicke in die pädagogische Praxis.

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[EFD]

Das Kinderdorf ist auch Aufnahmeorganisation für den Europäischen Freiwilligendienst (EFD), ein EU-gefördertes Projekt (Erasmus), durch das junge Erwachsene die Möglichkeit erhalten, im Ausland in einer gemeinnützigen Organisation Erfahrungen zu sammeln.

 

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[Jobbörse]

Sie wollen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten?

 

Die Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer sucht stundenweise MitarbeiterIn (Vertretungen, Anstellungsverhältnis unter der Geringfügigkeitsgrenze)

 

Anforderungen: (in) Ausbildung in einem pädagogischen Bereich, Teamfähigkeit, Flexibilität, Führerschein

Aufgabenbereich: Unterstützung bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in einer Kinder- und Jugendwohngruppe, Lernbetreuung, Freizeitaktivitäten

Schriftliche Bewerbung laufend an: Gesellschaft für Steirische Kinderdörfer GmbH, zH Uli Reimerth, Anton-Afritsch-Weg 16, 8052 Thal, Tel.: (0316) 58 24 44, office@kinderdorf-steinberg.at

 

 

 

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